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Business Breakfast "Das neue Serbien" - zur Wirtschaftsentwicklung des Balkantigers

17.03.2010

Mit welchen wirtschaftlichen Herausforderungen Serbien zu kämpfen hat und welche Veränderungen das Land derzeit durchlebt, darüber referierten zwei hochkarätige Experten: S.E. Milovan Bozinovic, Botschafter der Republik Serbien und Prof. Vladimir Gligorov vom Vienna Institute for International Economic Studies gaben einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung des "Balkantigers" sowie die zahlreichen politischen und strukturellen Reformen, die klar Serbiens Weg in Richtung Europäische Union weisen.

Serbien ist Motor der gesamten Region
Botschafter Bozinovic betonte den rapiden Weiterentwicklungsprozess Serbiens in den Bereichen Justiz, Wirtschaft, Verteidigung und Außenpolitik: "Serbien verändert sich derzeit schneller denn je. Dieser Reifeprozess ist für uns aber keine Selbstverständlichkeit. Die Menschen im Land und auch die Politik sind noch immer geprägt von den Geschehnissen der 90er Jahre." Im letzten Jahrzehnt hat sich Serbien zu einem der vielversprechendsten Märkte in Europa entwickelt, was nicht zuletzt an der stabilen politischen Lage des Landes liegt. "Eine gute Mitte in der Politik sorgt für Stabilisation in der Gesellschaft." Bozinovic betonte weiters die Wichtigkeit Serbiens als Teil einer gesamten Region: "Serbien ist nicht nur ein eigenständiges Land, sondern auch Teil einer Region die Gemeinsamkeiten hat und zusammen eine Einheit und einen starken Partner repräsentiert."

Wirtschaftskrise hinterlässt Spuren
Auch an Serbien ist die globale Wirtschaftskrise nicht spurlos vorübergegangen, Investitionen und Konsum sind in Relation zu den Boomjahren davor geringer geworden. "Das Lohnniveau ist derzeit niedrig", erklärt Prof. Gligorov. "Für neue Investoren ist das natürlich positiv." Im Gegensatz zu Rumänien oder Bulgarien, die bis 1990 geschlossene Märkte waren, ist in Serbien ein solides Wirtschaftsverständnis vorhanden. Das Land verfügt darüber hinaus über qualifizierte Arbeitskräfte, die für den Aufbau der Industrie - einem der wichtigsten und zukunftsreichsten Sektoren im Land, wenn auch derzeit noch etwas schwach - unbedingt notwendig sind. Prof. Gligorov sieht heuer die Wachstumsraten noch gering aber mittelfristig ist mit einem konstanten Wirtschaftswachstum von 4-5% zu rechnen. Auf die Frage ob Serbien sich aggressiver vermarkten sollte, antwortet Gligorov: "Ich glaube es ist wichtig, dass man die sozialen und lokalen Vorteile Serbiens hervorstreicht. Man sollte aber die Realität nicht völlig aus den Augen verlieren ? Serbien hat viel Potential, der Aufschwung des Landes hängt aber auch von einem umfangreichen Reformprozess ab, der gestartet aber noch nicht zur Gänze vollzogen ist." Botschafter Bozinovic betont, dass "Unternehmen die bereist erfolgreich in Serbien tätig sind, am Besten und auch glaubwürdig die Vorteile unseres Landes weitertragen können."

 

Die Präsentation von Prof. Gligorov finden Sie hier.
Prof. Vladimir Gligorov ist Wirtschaftsexperte für die Balkanstaaten beim Vienna Institute for International Economic Studies.

 

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Illustrationen: Rudi Klein

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